Der „Esprit de Tablas“ 2014 vom Weingut Tablas Creek Vineyard gilt als einer der überzeugendsten Ausdrucksformen der Weinbereitung im Rhône-Stil in Kalifornien. Dieser Rotwein-Flaggschiff-Cuvée, der auf dem zertifizierten Bio-Weingut im Adelaida-Distrikt von Paso Robles angebaut wird, basiert auf Rebstecklingen, die direkt vom Château de Beaucastel importiert wurden.
Das Flaggschiff auf Mourvèdre-Basis
Tablas Creek baut den „Esprit de Tablas“ auf der Grundlage der Tiefe und Fülle der Mourvèdre-Traube auf. Die Cuvée des Jahrgangs 2014 vereint 40 % Mourvèdre, 35 % Grenache, 20 % Syrah und 5 % Counoise. Jede Rebsorte spielt dabei eine ganz bestimmte Rolle. Mourvèdre sorgt für dunkle rote Früchte, erdige Noten, Würze und Körper im mittleren Gaumen. Grenache verleiht dem Wein fruchtige Noten, Zugänglichkeit und Üppigkeit. Syrah steuert mineralischen Charakter, lebhafte Aromen und Tannine im hinteren Gaumen bei. Counoise rundet das Ganze mit brombeerartigen Gewürznoten und einer lebendigen Säure ab.
Ein Jahrgang, der trotz Trockenheit überzeugte
Der Jahrgang 2014 war für Tablas Creek das dritte Dürrejahr in Folge und zeichnete sich durch den frühesten Beginn der Vegetationsperiode seit Beginn der Aufzeichnungen aus. Der Sommer war warm, blieb jedoch von extremen Hitzewellen verschont. Ein kühler August verlangsamte dann die Reifung in einem entscheidenden Moment. Als die Temperaturen im September wieder stiegen, reiften die Trauben rasch heran. Die Lese endete Mitte Oktober, etwa zwei Wochen früher als geplant. Das Ergebnis war ein Jahrgang mit ausgezeichneter Konzentration und guter Frische: kraftvoll in seiner Jugend, doch mit Potenzial zum Altern.
Auf Langfristigkeit ausgelegt
Das Team vergärte die auf dem Weingut angebauten Trauben mit einheimischen Hefen in offenen und geschlossenen Edelstahlbehältern. Nach dem Pressen wurde der Wein in Fässer gefüllt, verschnitten und in 1.200-Gallonen-Foudres aus französischer Eiche gereift. Im Juni 2016 wurde er schließlich abgefüllt. Diese geduldige Vorgehensweise bewahrt die Frische und sorgt gleichzeitig für die Struktur, die diesen Wein zu einem ernstzunehmenden Kandidaten für den Weinkeller macht.
Verkostungsnotizen: Ausdrucksstark, vollmundig und langlebig
In der Nase entfaltet der 2014er Esprit de Tablas zunächst intensive Aromen von Lakritz und Kirschlikör. Rosa Pfefferkörner und Minze verleihen dem Profil eine würzige Eleganz. Am Gaumen sorgen schokoladenüberzogene Kirschen, eine salzige Meeresbrise und kräftige Tannine für einen üppigen und zugleich prägnanten Eindruck. Im Abgang klingen Backschokolade, Kirschcola und eine rauchige Beerennote wunderschön nach. Trinkbar ab sofort bis 2040.
Hervorragende Kritikerresonanz
Kritiker haben diesen Jahrgang durchweg gelobt. BevX vergab bemerkenswerte 98 Punkte und wies darauf hin, dass er jahrzehntelang haltbar sein wird. Vinous vergab 94 Punkte und hob seinen harmonischen, eleganten Stil sowie den beeindruckend langen Abgang hervor. The Wine Advocate vergab 93 bis 96 Punkte und bezeichnete ihn als vollmundige, verführerische und sinnliche Schönheit. Darüber hinaus vergab Purely Domestic Wine Report 93 Punkte und nannte ihn „wirklich schwer aus der Hand zu legen“. Nur wenige Rotweine aus Paso Robles können mit dieser durchweg positiven Resonanz mithalten.
Speisenbegleitung und Serviervorschläge
Am Tisch passt der 2014er Esprit de Tablas hervorragend zu Wild, Ente, Lamm und würzigen Eintöpfen. Er harmoniert zudem gut mit Boeuf Provençale, geschmorten Rippchen mit schwarzen Oliven und asiatischen Zubereitungen von rotem Fleisch. Servieren Sie ihn bei 16 bis 18 Grad Celsius und dekantieren Sie ihn großzügig, damit sich seine volle aromatische Komplexität entfalten kann.








